Newsletter Wien März 16

 

Newsletter, März 2016

Editorial

 

Der Newsletter erscheint regelmäßig zu Monatsanfang. Hier findet ihr die aktuellen Termine und Infos über das Recht auf Stadt Netzwerk Wien. Ihr seid alle eingeladen, eure Termine zu Ende des Monats in den Newsletter bzw. auf den Kalender unter rechtaufstadt.at einzutragen – je eher, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass er hier auch erscheint.
Bei den Netzwerktreffen könnt ihr erfahren, was gerade bei einzelnen Initiativen und Arbeitsgruppen getan wird. Wir tauschen Wissen und Erfahrungen aus und versuchen damit kritische Positionen zu stärken und aufzubauen. Kommt einfach vorbei!

Blog: https://rechtaufstadt.at

Arbeitsgruppen des RaS Netzwerks:

Termine

 

Feministischer Stadtspaziergang „Frauenspuren“

7. März , 14:00

Ein feministischer Stadtspaziergang mit der Kulturvermittlerin Petra Unger.

Frauen und Männer haben die Menschheitsgeschichte geprägt. Mindestens die Hälfte der sichtbaren Geschichte wurde von Frauen durch ihre Arbeit, ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihre Kreativität geschrieben. Aber kaum etwas erinnert an sie. Kaum Informationen über Frauen in den Geschichtsbüchern, selten Erinnerungen an Frauen im Stadtbild, wenige Gedenktafeln und noch weniger Denkmäler.

Die Unterschlagung einer eigenen Geschichte hat Auswirkungen: „Der dadurch erzielte Effekt ist ein ständiges Defizit weiblicher Vorbilder. Die Unterschlagung von Frauenbewegungen in der Geschichte vereinzelt jede Frau, die sich geschichtlich an nichts orientieren kann, was ihre persönlichen Erfahrungen in eine Kontinuität mit der Vergangenheit bringen würde.“ (MarieLuise Janssen-Jurreit)

Trotzdem und deshalb: Die Gebäude, in denen sie gelebt und gewirkt haben, stehen noch. Der Blick muss geschärft, die Sichtweise verändert werden, um die historischen Leistungen von Frauen sichtbar zu machen. Frauen als aktiv gestaltende Persönlichkeiten im historischen Prozess wahrzunehmen, bedeutet auch, sie aus der passiven Opferdarstellung heraus zu nehmen.

Frauen haben Geschichte nicht erlitten, sondern gestaltet – mit oder gegen die zugeschriebenen Rollen der Gesellschaft, widerständig oder angepasst. Das wird ermutigend und stärkend in dieser Stadtführung vermittelt! Stadt ist geplanter Raum – oder auch nicht? Und was ist Raum überhaupt?

Wann: 7. März, 14:00

Wo: Treffpunkt: vor Parlament

Veranstalter: ÖH, Uni Wien


Solidarität mit den Bewohner_innen der Hetzgasse 8

Kundgebung

9. März , 15:3017:30

 

Seit einer Woche versuchen die Hauseigentümer des Hauses Hetzgasse 8
offenbar Fakten zu schaffen, die der Einrichtung einer Schutzzone
zuvorkommen sollen. Obwohl die von den Hauseigentümern beauftragten
Arbeiter laut Auskunft der Baupolizei nichts entfernen hätten dürfen was
fix montiert ist, werden Fenster, Türen, WCs, Badewannen, Duschwände und
Duschkabinen demontiert sowie auch Böden herausgerissen. Es ist zu
befürchten, dass sich der Zustand des Hauses in Folge dieser rechtlich
laut Baupolizei nicht gedeckten Praktiken stark verschlimmert.

Mit dieser Kundgebung wollen wir unsere Unterstützung und unsere
Solidarität mit den letzten verbliebenen Mieter_innen des Hauses
Hetzgasse 8 zeigen.

Infos:
https://www.facebook.com/events/1585786271745247/
https://www.facebook.com/dieHetzgasse/?fref=ts
http://mietenwahnsinn.rechtaufstadt.at/

Wann: 09. März, 15:30-17:30

Wo: Magistratisches Bezirksamt für den 3. Bezirk,
Karl-Borromäus-Platz 3, 1030 Wien


Führung im Waschsalon – Karl-Marx-Hof

10. März , 10:4512:45

 

Im Jubiläumsjahr „150 Jahre Ringstraße“ widmet der Waschsalon Karl-Marx-Hof seine Sonderausstellung der „Ringstraße des Proletariats“, dem „politischen Gegenentwurf“ zur bürgerlichen Ringstraße. Um für die arbeitende Bevölkerung Wiens menschenwürdigen und leistbaren Wohnraum zu schaffen, errichtet das Rote Wien zwischen 1919 und 1933 insgesamt 382 kommunale Wohnbauten mit knapp 65.000 Wohnungen. Die höchste Konzentration dieser Gemeindebauten findet sich entlang des Margaretengürtels – auf der sogenannten „Ringstraße des Proletariats“. Rund um den Reumannhof entstehen während der Ersten Republik mehr als 20 zum Teil monumentale Bauten, die als architektonische Zeichen auch die neuen Machtverhältnisse in Wien widerspiegeln.

Wann: 10. März, 10:45-12:45

Wo: U-Bahn-Station Heiligenstadt

Veranstalter: ÖH, Uni Wien, Führung: Laurin Rosenberg


SoliLa! Feldtag

11. März , 12:0017:00

Liebe Freund_innen des solidarischen Gemüses,

es ist wieder soweit, der Frühling steht vor der Türe und die Feldarbeit
kann wieder beginnen.

Darum laden wir euch herzlich zum ersten Feldaktionstag am 11.3. ein!

Wir wollen gemeinsam die ersten Pflänzchen im Glashaus aussäen und den
Boden für die Saison vorbereiten. Dafür brauchen wir viele Hände, die
dabei tatkräftig unterstützen.

SoliLa! wird auch in diesem Jahr solidarisch Gemüse anbauen – das heißt
nicht-kommerziell und in kollektiver Arbeit. Solila versteht sich selbst
als Teil solidarischer autonomer Strukturen in Wien, die wir um die
selbstbestimmte Produktion von Lebensmitteln bereichern wollen.
Lebensmittel/-produktion bleibt innerhalb dieser Strukturen ein wenig
bestelltes Feld, da neben all der dringlichen politischen Arbeit kaum Zeit
zu bleiben scheint sich um das täglich Fressen zu kümmern.

SoliLa! versucht sich Gedanken zu machen wie antikapitalistische Lebens-
und Produktionsweisen konkret aussehen könnten und versucht diese schon
jetzt auszuprobieren, um Menschen und Strukturen zu unterstützen die an
ähnlichen Projekten werkeln, bzw. von Ausbeutung und Ausgrenzung betroffen
sind.

Damit beugen wir auch der Situation vor nach der Revolution in den
geplünderten Gerippen der städtischen Supermärkte zu stehen und zu
merken, dass diese nur so lange Überfluss abwerfen bis die Strukturen von
Herrschaft und Ausbeutung, auf denen sie stehen, niedergerissen sind.
The revolution will not be dumpster dived!

Deshalb kommt mit uns aufs Feld und bereitet den Weg für mehr leckeres
Soli-gemüse!

Wann: 11. März, 12:00-17:00

Wo: Naufahrtweg 14

Treffpunkt für FahrradfahrerInnen: 12:00 Anfang/Prater Hauptallee

Bei Regenwetter fällt der Feldaktionstag ins Wasser!


„ZUKUNFT STADT“

Tagung zum Thema Stadtentwicklung

12. März , 9:0017:00

 

Was zeichnet eine lebenswerte, zukunftsfähige Stadt aus? Wie kann Politik dafür die Rahmenbedingungen schaffen?

Vorträge, Diskussionen und Workshops mit Maria Vassilakou (Vizebürgermeisterin Wiens), Cornelia Dlabaja (Institut für Soziologie, Universität Wien), Thomas Ritt (AK Wien, Leiter der Kommunalpolitischen Abteilung), Elke Rauth (dérive – Verein für Stadtforschung), Monika Vana (Abgeordnete der Grünen im Europäischen Parlament) und vielen anderen

Immer mehr Menschen wünschen sich Lebensraum, den sie selbst mitgestalten können. In Städten wird vorhandener Raum aber oft kommerziell und profitorientiert genutzt. Herrschaftsverhältnisse, soziale und kulturelle Konflikte prägen Architektur und Freiräume. Wie also können sich die Menschen die Stadt aneignen und welche Impulse kann Politik dafür liefern? Dazu wollen wir am Beispiel Wiens theoretische Zugänge diskutieren, Lösungsvorschläge präsentieren und gemeinsam dem ‚Recht auf Stadt für Alle‘ einen Schritt näher kommen.

Den Ausgangspunkt für die Veranstaltung bildete ein Call for Abstracts, zu dem die Grüne Bildungswerkstatt gemeinsam mit den Wiener Grünen im vergangenen Frühjahr eingeladen haben. Eine unabhängige Jury wählte aus den eingereichten politischen Analysen und Reformmodellen acht aus. Ein Teil der ausgearbeiteten Beiträge wird nun im Rahmen der Tagung präsentiert und diskutiert. Sie sind auch online abrufbar unter: www.neuespurenlegen.at.

Wann: 12. März, 9:00 – 17:00

Wo: Dschungel Wien, Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Veranstalter: Grüne Bildungswerkstatt, Die Grünen Wien


Refugees welcome!

Against the racist Pegida march of the FPÖ in Liesing

14. März , 17:00

„Wien darf nicht Clausnitz und Bautzen werden!“
Die FPÖ plant am Montag, 14. März, einen rassistischen Aufmarsch gegen eine geplante Asylunterkunft in der Ziedlergasse in Wien-Liesing – ausgerechnet am Montag, dem üblichen Tag der Pegida-Märsche in Dresden. Mit dabei sind Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer, Johann Gudenus und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Die FPÖ-Liesing hat bereits gedroht: „Was die Dresdner können, schaffen wir, wenn es sein muss, auch.“

Wir laden alle antirassistischen und solidarischen Initiativen und Einzelpersonen ein, sich den rassistischen Hetzern entgegenzustellen und die Asylunterkunft mit einer schützenden Menschenkette zu verteidigen. Machen wir sichtbar, dass viel mehr Menschen für Solidarität und Toleranz stehen und Flüchtlinge herzlich willkommen heißen.

In Deutschland hat sich 2015 die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsheime verfünffacht. Auch die Asylunterkunft in der Ziedlergasse wurde bereits mit rassistischen Parolen beschmiert. In das Quartier ziehen ab März die ersten Gäste ein. Wir werden nicht zulassen, dass gegen Menschen gehetzt wird. Wir werden nicht zulassen, dass Menschen, die hier Schutz suchen, bedroht werden.

Gemeinsamer Aufruf der Plattform für eine menschliche Asylpolitik und der Offensive gegen Rechts

https://www.facebook.com/events/491649037690603/

“Vienna must not become Clausnitz and Bautzen”

Against the racist Pegida march of the FPÖFPÖ is planning a racist march against a refugee housing center, which is currently in planning in the Ziedlergasse in Vienna Liesing on Monday, 14 March. It is usually the same day of the Pegida marches in Dresden. Presidential candidate Norbert Hofer, Johann Gudenus and FPÖ leader Heinz-Christian Strache will be participating. The FPÖ Liesing has already made threats, “What the people of Dresden have pulled off, we will, if necessary, manage to pull off as well.”

We invite all antiracist and solidarity initiatives and individuals to make a stand against the racist agitators by creating a protective chain of people in front of the refugee housing center. Let us come together and show that there are way more people fighting for solidarity and tolerance and who also warmly welcome all refugees.

In Germany the number of attacks against refugee housing centers has multiplied by five in 2015. The refugee housing center in the Ziedlergasse has also already been befouled with racist slurs. In March the first guests are meant to move in the center. We will not stand by as a discriminating and racist atmosphere starts to gain ground. We will not stand by as people, who have come here in search for safety, are threatened.

Joint appeal from the “Platform for a Humane Asylum Policy“ and „Offensive gegen Rechts“

Wann: 14.März, 17:00

Wo: tba


Gender Planning – der Beitrag der Raumplanung zur Chancengleichheit

14. März , 19:0021:00

Raumplanung plant für alle Menschen, doch ist es im Alltag wirklich so einfach? Warum braucht es einen detaillierteren Blick auf verschiedene Lebenssituationen? Durch Gender Planning werden unterschiedliche Blickwinkel im Planungsprozess eingenommen um unterschiedlichen Anforderungen an den Raum und Interessen der Menschen zu beachten und einzubeziehen. Gender Planning ist zudem nach wie vor mit Vorurteilen behaftet, die es schwierig machen, im Planungsprozess über die Thematik nachzudenken.

Im Zuge der Individualisierung der Gesellschaft sind Alltagswelten und Beziehungszusammenhänge diverser, Erwerbsarbeit und Haus- bzw. Versorgungsarbeit nehmen im Alltag unterschiedliche Bedeutungen ein und daraus resultieren unterschiedliche Bedürfnisse und Raumansprüche. Obwohl es erfolgreiche Projektbeispiele gibt, ist Gender Planning noch nicht im Mainstream angekommen. Im Rahmen des Vortrags wird Basiswissen vermittelt, weshalb und auf welche Weise geschlechtsspezifische Raumnutzungen entstehen und welchen Beitrag die Raumplanung (Praxisbeispiele) leisten kann, Möglichkeitsräume für alle Geschlechter zu erweitern.

Wann: 14. März, 19:00 -21:00

Wo: tba

Veranstalter: ÖH Uni-Wien


Fest für Freiräume: ALM DIY

18. März, 15:00

Am Freitag, 18.3., ab 15h veranstalten die Initiativen vom selbstverwalteten Skaterplatz ALM DIY dort ein Fest – um den drohenden Abriss Ende März zu verhindern und über Ideenfindung für die Nutzung dieser „Freien Mitte“ möglichst viele Menschen zu mobilisieren.

Wann: 18. März, 15:00

Wo: Innstraße 16, 1020 Wien


Wien für alle! Bewegungen und Perspektiven für eine Stadt der Solidarität/Solidarity City

18. März , 19:0021:00

In vielen europäischen und amerikanischen Großstädten haben sich in den letzten Monaten und Jahren Initiativen entwickelt, die den gemeinsamen Kampf von Geflüchteten und Alteingesessenen für soziale Rechte und gesellschaftliche Teilhabe ins Zentrum stellen. Auch in Wien hat die Flüchtlingsbewegung die grundsätzliche Frage, wie wir uns ein solidarisches Zusammenleben in Zukunft vorstellen, in neuer Dringlichkeit gestellt – ein Zusammenleben, das allen hier Lebenden den Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen und Teilhabe ermöglicht. Gemeinsam mit Aktivist*innen aus Kanada („Solidarity City Network“), Zürich („Wir alle sind Zürich“), Frankfurt („Frankfurt für Alle“) und Wien („PROSA – Projekt Schule für ALLE“ & „Recht auf Stadt“ Netzwerk Wien) wollen wir Perspektiven und konkrete Schritte zu einem „Wien für alle“ diskutieren.

Eine Kooperation der Interventionistischen Linken Wien und der Brunnenpassage.

In many European and American metropolises, new initiatives have developed which focus on the common struggle of refugees and long-time-residents for social rights and participation in society. Also in Vienna, the refugee movement is with great urgency asking the question: How do we imagine a solidary co-existence in the future? – a co-existence that enables access to social resources and participation for all people living here. Together with activists from Canada (“Solidarity City Network”), Zurich (“Wir alle sind Zürich”), Frankfurt (“Frankfurt für Alle“) and Vienna (“PROSA – Projekt Schule für ALLE” & “Right to the City“ network Vienna) we wish to discuss perspectives and concrete steps towards “Wien für alle” (Vienna for all).

Wann: 18. März, 19:00-21:00

Wo: Brunnenpassage, Brunnengasse 71

VeranstalterInnen: Interventionistische Linke Wien, Brunnenpassage


Demo gegen die unsozialen und rücksichtslosen Maßnahmen der Citec Immo Invest GmbH

19. März , 11:00

Demomotto:
“Von Berlin nach Wien: Hinter den Zahlen stecken Menschen.
Gegen die unsozialen und rücksichtslosen Maßnahmen der Citec Immo Invest GmbH gegen Mieter_innen in Berlin!”
Im Anschluss werden wir gemeinsam als Block an der Demonstration gegen die Verschärfung des Asylrechts teilnehmen.

UNTERSTÜTZER*INNEN-LISTE
Es wäre schön,wenn ihr euch auf unsere Unterstützer*innen-Liste setzen würdet. Seht mal:
https://friedel54.noblogs.org/970-2/
Eine Email hierzu sollte idealerweise an diese Adresse gehen:
friedel_unterstuetzerinnen@posteo.de

Mehr Hintergrundinfos zu unserem Kampf findet ihr hier:
http://friedel54.noblogs.org/
http://friedelstrasse54.blogsport.eu/
https://linksunten.indymedia.org/de/node/161560

Der Citec auf die Pelle rücken

Wann: 19. März, 11:00

Wo: Keplerplatz


International demonstration #M19:

Refugees Welcome! No to

Fortress Europe!

19. März , 13:00

In ganz Europa werden am 19. März 2016 zehntausende Menschen unter dem Motto „Flüchtlinge willkommen“ auf die Straße gehen. Wir laden alle solidarischen und antirassistischen Initiativen und Privatpersonen ein, gemeinsam mit Flüchtlingen gegen die „Festung Europa“ zu demonstrieren. Wir heißen alle Flüchtlinge willkommen, egal ob sie von Krieg, politischer Verfolgung, wirtschaftlicher Zerstörung oder aus anderen Gründen zur Flucht gezwungen werden. Machen wir sichtbar, dass die überwältigende Mehrheit für Menschlichkeit und Toleranz statt rassistischer Sündenbockpolitik steht.

Wir stehen für eine Friedenspolitik. Wir stehen für die Erhöhung des Budgets für humanitäre Hilfe statt Elend und „Richtwerten“ für Flüchtlinge. Wir stehen für ein Bündnis aller Benachteiligter statt für das Ausspielen von Menschengruppen gegeneinander. Es ist genug für alle da. Der Reichtum ist nur falsch verteilt. Armut ist kein Schicksal, sondern die Folge einer verfehlten Politik.

Solidarische Helfer_innen auf den Bahnhöfen, in Flüchtlingsheimen und an Grenzen, zivilgesellschaftliche Initiativen und die Flüchtlinge selbst haben 2015 die Regierung gezwungen, die Grenzen zu öffnen. Am 3. Oktober gingen 70.000 Menschen für eine menschliche Asylpolitik auf die Straße, über 150.000 besuchten das Konzert „Voices for Refugees“. Entgegen der solidarischen Haltung der Bevölkerung verschärft die Regierung die Asylgesetze, baut an Zäunen in Österreich und um Europa und kriminalisiert Hilfsbereitschaft. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Regierungen mit ihrer menschenverachtenden Politik durchkommen.

Um Europa keine Mauer: Grenzen öffnen, das Massensterben im Mittelmeer beenden, keine Zäune und keine „Hot Spots“. Bessere und mehr Unterstützung für Menschen, die unmittelbar vor Ort in Flüchtlingslagern und an den Grenzen der Kriegsgebiete leben
Willkommenskultur und Solidarität statt „Obergrenzen“: Bleiberecht, menschenwürdige Behandlung und Qualitätsstandards, rasche Öffnung des Arbeitsmarktes und keine Senkung der Mindestsicherung
Asyl ist Menschenrecht: Gegen die Zerschlagung des Rechts auf Familiennachzug („Asyl auf Zeit“), gegen die künstliche Trennung von Menschen, die vor Krieg und anderen Gründen fliehen müssen (Armut, usw.)
Fluchthilfe ist kein Verbrechen: Weg mit § 114 FPG („Schlepperei“) und § 120 FPG (rechtswidrige Einreise und rechtswidriger Aufenthalt)
Rücktritt der Innenministerin, die jeder guten Lösung im Weg steht

Tens of thousands are going to take to the streets to say “Refugees Welcome” throughout Europe on 19 March 2016. We invite all solidary and anti-racist initiatives and private individuals to protest against Fortress Europe together with refugees. We welcome all refugees, whether they have been forced to flee from war, political persecution, destroyed economies or other reasons. Let us show that an overwhelming majority stands for humanity and tolerance instead of racist scapegoating.

We stand for peace policy. We stand for increasing the budget for humanitarian aid instead of misery and ‘benchmarks’ for refugees. We stand for an alliance of all disadvantaged groups instead of playing groups of people off against each other. There is enough for all of us. The wealth is just wrongly distributed. Poverty is not destiny but the consequence of failed policies.

Solidary volunteers helping at train stations, refugee camps and at the borders, civil society initiatives and refugees themselves forced the government to open the borders in 2015. 70,000 people took to the streets for a humane asylum policy and more than 150,000 visited the concert ‘Voices for Refugees’ on 3 October 2015. Contrary to the solidarity of the population the government is tightening asylum laws, building fences in Austria and around Europe and criminalises helpfulness. We cannot allow the government to succeed with its inhuman policies.

No wall around Europe: Open the borders, stop the deaths in the Mediterranean, no fences and no ‘hot spots’. Better and more on-site support support for people living in refugee camps and near the borders to war regions
’Welcome Culture’ and solidarity instead of ‘maximum limits’: Right to stay, humane treatment and quality standards, quick opening of the labour market and no cuts to the guaranteed minimum income
Asylum is a human right: Against the abolishing of the right to family reunion (‘temporary asylum’), against the artificial division of people who are forced to flee because of war and other reasons (poverty etc.)
Escape aid isn’t a crime: Abolish §114 (‘people smuggling’) and §120 (illegal entry and residence) of the Austrian Aliens Police Act (FPG)
Resignation of the federal Minister of Interior, who blocks every good solution

Wann: 19. März, 13:00

Wo: Karlsplatz


Recht auf Stadt Vernetzungstreffen

21. März , 19:0021:00

Beim monatlichen Vernetzungstreffen ist Zeit und Raum, Initiativen kennenzulernen, sich einzumischen, auszutauschen und auf den neuesten Stand zu bringen.
Einfach vorbeikommen

Wann: 21. März, 19:00- 21:00

Wo: Mo.e, Thelemangasse 4/1-3, 1170 Wien


Eröffnung der Aktionstage „frAction on wheels“

24. März , 16:00

Zur Eröffnung der Aktionstage „frAction on wheels“ laden wir euch am
24.März 2016 ab 16:00 am Wagenplatz Treibstoff (Litfaßstraße) zur
„Welcome-party“ ein. Mit Essen, Getränken und dem fertigen Programm
starten wir gemütlich in diese ungemütliche Woche. Am Platz findet ihr
ein Infozelt in dem ihr euch für Workshops und Aktivitäten wie die
Schnitzeljagd in den nächsten Tagen eintragen könnt. Weiters findet ihr
das Programm, einen Stadtplan, die Pinkfahrer_innenkassa, Essenspläne
und und und.
An der Feuertonne mit Bier und Frucade lernen wir uns kennen und
erzählen uns was wir die nächsten Tage so anstellen wollen.

Der erste vollständige Tag der Aktionstage „frAction on wheels“ findet
an verschiedenen Orten in der Stadt statt und bietet eine Vielzahl an
unterschiedlichen Workshops, Inputs und Diskussionen. Im EKH gibt’s
Kinderbetreuung und den Großteil des Programms wie lockpicken,
schweißen, Diskussionen, Vorträgen, Blockade und Kampfsport. Im Cafe
Gagarin findet ihr Essen und eine Veranstaltung zu selbstverwalteten
Räumen, im Metalab werden Transmitter gebaut und im w23 gibt’s eine
flit* Cryptoparty.

Meldet euch an für die teilnehmendenbegrenzten Workshops und ganz
wichtig – teilt euer Wissen auch mit! Alles was ihr braucht finden wir,
es wär schön wenn sich spontan neue Workshops und Inputs finden!

Zum Ausklang gibt’s dann Musik, Getränke und Essen im B@isl und dann
gibt’s noch eine Mitternachtseinlage.

Der Samstag der Aktionstage „frAction on wheels“ hat zwei
Hauptporgrammpunkte: einerseits startet um 13:00 die Schnitzeljagd,
andererseits feiern wir gemeinsam mit der Geflüchtetenunterkunft in
Erdberg ein nachbarschaftliches Straßenfest!

Die Schnitzeljagd führt euch an unterschiedliche Orte die eine
Geschichte zu erzählen haben – über Besetzungen, autonome Räume, Orte
der Verzweiflung und Plätze der Euphorie. Durch gezielte Aktionen und
Aufgaben wird so die Stadt von einer anderen Seite gezeigt und bietet
Raum sich künstlicher, zerstörerisch und mahnend zu betätigen. Und nicht
zu vergessen die tollen Preise (Leistungsdruck und Konkurrenz ole!)

Das Straßenfest versucht mit dem Motto „Unsere Stadt“ sich für einen Tag
eine Straße zu nehmen und ermuntert Gruppen und Personen die aus dem
Stadtbild verdrängt werden, sich die Stadt zurückzunehmen. Die Situation
für Geflüchtete ist furchtbar, die Unterkünfte meist heruntergekommen
und der Ausschluss aus der rassistischen Gesellschaft ist ohne Geld,
Aufenthaltstitel und in der prekären Situation einfach untragbar.
Solidarisch wollen wir – die bewusst oder zugeschrieben nicht in die
Norm des Stadtbildes passen – ein Fest gemeinsam feiern und uns diese
Stadt zum feiern und zum kennenlernen nehmen.

Sonntag bietet Programm, aber dieses wird nicht einfach herumposaunt.
Macht euch gefasst auch Ekstase, Lärm und eine Grillerei!

Den Montag der „frAction on wheels“ werden wir wohl als Ruhetag
genießen. Mit Saunawägen und Essen am Wagenplatz oder beim Filmschaun an
einem noch unbekannten Ort – der Tag ist zum Entspannen, Auskurieren und
Kräfte sammeln, denn es wird spannend weitergehen!

Dienstag, der vorletze Tag der „frAction on wheels“ hat ebenfalls ein
etwas informelleres Programm. Einerseits laden wir euch alle zu einer
Aktion der Gruppe „Zwangsräumung verhindern!“ ein, andererseits packen
wir unsre sieben Sachen – und dann gibt’s einen Ausflug!

Der offiziell letzte Tag der Aktionstage ist wieder gefüllt mit
Workshops, Skill-sharing und einem großen Städtetreffen – wir
informieren uns gegenseitig über die Situationen in verschiedenen
Städten und Kontexten und vernetzen uns.

Wann: 24. März, 16:00

Wo: Wagenplatz Treibstoff, Litfaßstraße


Über uns

Unter dem Slogan »Recht auf Stadt« haben sich in den letzten Jahren rund um den Globus vielfältige Bündnisse formiert. Recht auf Stadt Wien ist Teil dieser Bewegung. Wir setzen uns für ein Recht auf Stadt für alle ein und unter »alle« verstehen wir in erster Linie diejenigen, denen das »Recht auf Stadt« und somit das Recht auf aktive und gleichberechtigte Teilhabe und Gestaltung der urbanen Gesellschaft heute verwehrt wird… [Weiter lesen]

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