Newsletter, Mai 2015

Newsletter Mai 2015
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Inhalt
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o Editorial
o bevorstehende Veranstaltungen
+++ 1.5.-20.6. | Solidarische Kampagne RaumFrei?!: 40 Jahre – 40
Besetzungen – Raumnahmen und mehr! www.raum-frei.net +++

+++ 30.4.| Solischlafen im Stadtpark+++
+++ 1.5. | Straßenfest Anarchistische Bibliothek und Archiv Wien +++
+++ 2.5. | Donaukanal für Alle!+++
+++ 4.5. | Militante Untersuchung und Kollektives Kritisches Kartieren +++
+++ 5.5. | Syndikat – Kollektiv – Genossenschaft – Stiftung:
Selbstorganisiertem Handeln Form geben +++
+++ 7.5. | “Wer geht leer aus?” Buchpräsentation +++
+++ 9./10.5.| Das Eigentum und die Wohnungsfrage +++
+++ 11.5 | Stadtspaziergang zweiter Bezirk: städtische Konflikte,
Gentrifizierung +++
+++ 13.5.| Recht auf Stadt Vernetzungstreffen +++
+++ 18.5.| Widerstand und Resilienz im innerstädtischen Wohngebieten –
ein Städtevergleich Brüssel, Lissabon, Paris, Wien +++
+++ 21.5.| Augustin Frühstück +++
+++ 21.5.| Buchdiskussion: Wer geht leer aus? Plädoyer für eine andere
Leerstandspolitik +++
+++ 21.5. | Burgtheater: Von Menschen und Städten +++
+++ 28.5. |SAMSTAG IN DER STADT,Raumnahme endet nie +++
+++ 28.5. | EKH- Filmscreening +++
o Über RaS Wien

Editorial
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Der Newsletter erscheint regelmäßig zu Monatsanfang. Hier findet ihr
die aktuellen Termine und Infos über das Recht auf Stadt Netzwerk Wien.
Verschiedene Gruppen planen zur Zeit Aktionen für den Juni, um sich
solidarisch mit dem Amerlinghaus zu zeigen, die mit “40 Tage Besetzen”
ihren 40. Geburtstag feiern. In diesem Rahmen machen wir deutlich: Wir
wollen eine ganz andere Stadtentwicklung. Delogierungen, hohe Mieten,
Privatisierung und Kommerzialisierung öffentlichen Raumes? Dem wollen
wir gemeinsam eine Vision entgegensetzen, in der alle das “Recht auf
Stadt” haben.
Auf den Netzwerktreffen habt ihr die Möglichkeit, euch einzubringen und
mitzumachen.

Bevorstehende Veranstaltungen
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+++ 30.4.| Solischlafen im Stadtpark +++
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_| Ort: Stadtpark, am Platz vor dem Josef-Strauß-Denkmal.
_| Zeit: Ab 17 Uhr
_| Von: Initiative Solischlafen im Stadtpark
http://www.augustin.or.at/home/news/solischlafen-im-stadtpark.html
In der vorigen Woche haben Menschenrechtsaktivist_innen in Wien die
Initiative SOLISCHLAFEN IM STADTPARK gegründet.
Der Anlass: Am 30. April schließen in Wien die Winternotquartiere. Die
so genannte «Kältehilfe» für in Wien angekommene Obdachlose aus dem
EU-Raum, für die sich die Wohnungslosenhilfe der Stadt Wien nicht
zuständig fühlt, läuft aus und 500 Menschen verlieren ihren Schlafplatz.
Viele von ihnen werden die Nächte fortan im Freien verbringen müssen,
wo aber eine zynische Anwendung der Wiener Kampierverordnung dafür
sorgt, dass die Betroffenen jederzeit mit einer Bestrafung rechnen
müssen. Oft haben diese Menschen keine Alternative zum Überlebenskampf
in Wien, einer der reichsten Städte der Welt. In den Siedlungen, aus
denen sie kommen, herrscht eine bis zu hundertprozentige
Arbeitslosigkeit. Auch im reichen Wien steigt die Armut. Auch für
verarmte Wiener_innen stehen viel zu wenig Notschlafstellen zur Verfügung.
Aus diesem Grund ruft SOLISCHLAFEN IM STADTPARK alle Menschen, die sich
einen Gerechtigkeitssinn bewahrt haben, dazu auf, diese erste Nacht
gemeinsam mit Betroffenen im Stadtpark zu verbringen und damit nicht
nur ihre Solidarität zu bekunden, sondern auch folgende Forderungen zu
stellen:
– Armut bekämpfen statt Arme vertreiben.
– Mehr Notquartiere – und diese auch im Sommer öffnen!
– Leistbares Wohnen für alle
– Abschaffung der Kampierverordnung (denn die bestraft mit bis zu 700
Euro, wer einen Schlafsack im öffentlichen Raum ausrollt)
Die Aktion startet am Donnerstag, 30. April um 17 Uhr im Stadtpark am
Platz vor dem Josef-Strauß-Denkmal. Die Teilnehmenden sind gebeten,
Essen und Getränke für ein gemeinsames Picknick, Musikinstrumente,
Schlafsäcke, Liegematten, Tee, Kaffee und warme Klamotten mitzunehmen.

+++ 1.5. | Straßenfest Anarchistische Bibliothek und Archiv Wien +++
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_| Ort: Pfeilgasse
_| Zeit: Ab 15 Uhr
_| Von: Anarchistische Bibliothek und Archiv Wien
http://a-bibliothek.org/
Auch wenn es ihm heute nicht mehr anzumerken ist, vereinnahmt von
Parteien und verunstaltet zum „Tag der Arbeit“ – der 1. Mai als
Kampftag der Arbeiter_innen hat einen anarchistischen Ursprung!
Zum Gedenken an die Opfer des Haymarket wurde der 1. Mai als „Kampftag
der Arbeiterbewegung“ ausgerufen und 1890 zum ersten Mal als „Protest-
und Gedenktag“ mit Massenstreiks und Massendemonstrationen in der
ganzen Welt begangen.
120 Jahre später, am 1. Mai 2010 wurde in Wien die Anarchistische
Bibliothek eröffnet.
Mit dem Straßenfest wollen wir das fünfjährige Bestehen der
Anarchistischen Bibliothek feiern und gleichzeitig beginnen, den
Grundstein für die nächsten fünfzig Jahre zu legen:
Heute beginnt die Kampagne “Mehr Platz für Anarchie”

+++ 2.5 | Donaukanal für Alle! +++
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_| Ort: Donaukanalwiese bei der Augartenbrücke, 1010 Wien
_| Zeit: Ab 14 Uhr
_| Von: Donaukanal für Alle!
Vor einigen Wochen wurde offenkundig, dass sinistre Mächte an Plänen
arbeiten, eine der letzten Wiesen am Donaukanal in ein
„Beach-Club-Restauröö“ zu verwandeln. Jene Wiese soll einem
Restaurant-Großbetrieb mit 800 Sitzplätzen weichen. 1-stöckig und
ganzjährig geöffnet, wird uns dieser als ein von der „breiten Masse“
gewünschtes Projekt verkauft. Schon jetzt müssen sich die Menschen bei
Schönwetter an diversen Strandbars vorbeiquetschen. Diese wuchern
jedes Jahr und öffentlicher Raum wird Stück für Stück privatisiert.
Doch nicht nur am Kanal ist diese Entwicklung zu beobachten: Die
Kaiserwiese wurde von der Stadt Wien und ihrer 100% Tochterfirma
„Prater GesmbH“ zerstört, der Augartenspitz an die Wiener Sängerknaben
verscherbelt. In der Krieau bedrohen neue Wohnanlagen den grünen Prater
und auch den Wagenplatz Treibstoff, der derzeit akut räumungsbedroht ist.
Wir haben genug davon. Genug von der verordneten Misere. Genug von
Kommerzmüll, der uns als Kultur aufgetischt wird. Genug vom Kahlschlag
im öffentlichen Raum. Genug von einer Stadt, die nur für Menschen mit
den richtigen Papieren und genug Kohle Platz zu haben scheint.
Um diesem Treiben etwas entgegenzuhalten, werden wir am 2. Mai den
Kanal nach unseren gemeinsamen Vorstellungen gestalten: Mit großartiger
Musik, einer Volxlesung, Filmvorführungen, Infotischen, Graffiti und
vielem mehr. Dieses „Viele Mehr!“ hängt vor allem von euch ab: Ihr habt
Infomaterial, möchtet einen Workshop machen, habt Lust zu kochen, habt
Soundequipment, das ihr Musiker*innen zur Verfügung stellen könnt…?
Meldet euch bei unserer Infonummer, per Mail oder legt einfach los!
Wir wollen keine Dienstleistung oder Service anbieten, sondern hoffen
dass dies ein gemeinsam kreierter Tag wird. Das bedeutet zum Beispiel,
dass wir kochen, doch sicher nicht in der Lage sind hunderte Menschen
zu verköstigen. Füllt eure Picknick-Körbe, kühlt ein paar Getränke ein,
nehmt einen Müllsack mit und packt eure Bande ein! Wir hoffen, dass das
Fest ein Ort sein kann um Gefährt*innen für weitere Abenteuer zu
finden. Deshalb passt aufeinander auf damit wir gemeinsam gefährlich
sein können.
Bis zum 2. Mai – Es ist nichts vorbei!
Kontakt Info-Telefon: +43 677 612 428 10 Mail: donaukanalisation@riseup.net

+++ 4.5. | Militante Untersuchung und Kollektives Kritisches Kartieren +++
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_| Ort: Hörsaal III, NIG, Universitätsstraße 7, Wien,
_| Zeit:16:45 – 18:15
_| Von: Ringvorlesung Recht auf Stadt
http://www.memfarado.org/ras-rv/
Ein Aktivist von FelS (Berlin) und OrangoTango (Berlin) die Aktionsform
der Militanten Untersuchung bzw. der Kollektiven Kritischen Kartierung
dar und diskutieren Möglichkeiten und Erfahrungen,mit diesen Methoden
(stadt-) politische Kämpfe zu befördern und Organisierungsprozesse zu
ermöglichen.

+++ 5.5 | Syndikat – Kollektiv – Genossenschaft – Stiftung:
Selbstorganisiertem Handeln Form geben +++
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_| Ort: Mobiles Stadtlabor der TU Wien im Resselpark, 1040 Wien
_| Zeit:19-21 Uhr
_| Von: Workshop der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im
Rahmen der Reihe Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis
http://gemeinsam-bauen-wohnen.org/2015/04/25/workshop-am-5-mai-syndikat-kollektiv-genossenschaft-stiftung-selbstorganisiertem-handeln-form-geben/

Die sich vorstellenden Gruppen aus Wien, Hamburg und Linz zeigen ein
aktuelles Spektrum selbstorganisierten Handelns im Bereich des Bauens,
Wohnens, Arbeitens und Landwirtschaftens.
Dabei geht es von der Frage des Umgangs mit Grund und Boden bis hin zur
Regelung des Zugangs und den Bedingungen der Nutzung. Die gewählten
Organisationsformen sind zugleich modellhaft und eröffnen die
Möglichkeit der Wiederholung. Sie stehen somit für einen maßstäblichen
Entwicklungssprung, der weg vom Einzelprojekt führen kann. Wir bekommen
Einblick in die Fragen, für welche Organisations- und Rechtsform man
sich aus welchen Gründen entscheidet, was das für Konsequenzen hat und
welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen können.
Die Gruppen stehen dabei an unterschiedlichen Punkten ihrer
Projektgeschichte. Wir wollen wie immer bei unseren Workshops nach den
Kurzpräsentationen gemeinsam diskutieren, im Anschluss werden die
erarbeiteten Themen vorgestellt.
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten:
praxis[at]gemeinsam-bauen-wohnen.org

+++ 7.5. | “Wer geht leer aus?” Buchpräsentation +++
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_| Ort:Ernst- Kirchweger Haus, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien
_| Zeit:19 Uhr
_| Von: Politdiskubeisl
http://www.med-user.net/~ekh/

Das Ende 2014 erschienene Buch “Wer geht leer aus? – Plädoyer für eine
andere
Leerstandspolitik” gibt Einblick in die jahrelange Beschäftigung mit
Leerstand (in Wien)
und den Austausch mit Leerstands- und Stadtaktiven verschiedener Städte
Europas. Die Diskussion und die Entwicklung neuer Perspektiven und
Blickpunkte dienen als Ausgangspunkte eigene Fragen zu stellen und aktiv
zu werden.
Wie kann Stadt Raum für alle sein und Selbstbestimmung und
Selbstverwaltung in der Praxis ermöglichen?
Neben Interviews mit Personen, die sich mit Leerstandsverwaltung und
-nutzung politisch und praktisch auseinandersetzen, gibt es im Buch
Textschwerpunkte, die Leerstand mit anderen Themen wie der
Urban-Commons- Debatte, dem spezifischen Wiener Wohnungsmarkt,
Delogierungen in Wien, globalen neoliberalen Umstrukturierungsprozessen
oder den Konzepten der partizipativen Architektur verknüpfen. Außerdem
findet sich eine Sammlung von Werkzeugen für die proaktive Raumnutzung
und ein stadtpolitisches Begriffslexikon.

An diesem Abend werden Textpassagen aus dem Buch gelesen und Inhalte
vorgestellt. Wir wollen über den aktuellen Stand der politischen
Entwicklung erzählen und uns mit euch über Kritik an Zwischennutzungen
austauschen. Es geht auch um die Frage was sinnvolle Forderungen in
Bezug auf Leerstandnutzung sind und wie aktivistische Beiträge und
Strategien dazu aussehen können. Wir wünschen uns eine rege Diskussion.
mehr Infos unter: http://www.igkulturwien.net/wergehtleeraus/

+++ 9./10.5. | Das Eigentum und die Wohnungsfrage +++
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_| Ort: Kulturzentrum im Amerlinghaus 7., Stiftg.8
_| Zeit:14:00-19:00

Was macht die herrschende Marktwirtschaft mit unserem Lebensraum in
Wien, und wie können wir uns dagegen wehren? Zweitägiger Workshop zur
Funktion des Grundeigentums im Kapitalismus, der Analyse der
Wohnraumpolitik in Wien und den Möglichkeiten von Kämpfen gegen diese
Verhältnisse.
Ziele des Workshops sind es, die Funktionen von Wohnraum und Eigentum im
Kapitalismus zu verstehen und die Tendenzen der Wohnraumpolitik in
Wienund anderen Teilen Österreichs einer Analyse zu unterziehen. Auf
dieser Grundlage soll mit dem historischen und aktuellen Wissen über die
Möglichkeiten und Formen von sinnvollen Kämpfen gegen diese Verhältnisse
im Hier und
Jetzt diskutiert werden.
Programm: http://www.raum-frei.net/?page_id=40

+++ 11.5 | Stadtspaziergang zweiter Bezirk: städtische Konflikte,
Gentrifizierung +++
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_| Ort: Zweiter Bezirk- Treffpunkt Mühlfeldgasse 12 (Nähe Praterstern)
_| Zeit:17:00-19:00
_| Von: Ringvorlesung Recht auf Stadt
http://www.memfarado.org/ras-rv/

Route (Zeiten ungefähr)
Station 1: Mühlfeldgasse 12 (Pizzeria Anarchia) 17:00
http://pizza.noblogs.org/
Station 2: Praterstern 17:30
Station 3: Kaiserwiese 17:50
Station 4: Stuwerviertel 18:15
www.stuwer.info
Station 5: WU 18:40
Station 6: Wagenplatz Treibstoff 19:00
http://treibstoff.wagenplatz.at/

Auf dem Wagenplatz wird es noch die Möglichkeit für weiteren Austausch,
Diskussion und gemütliches Beisammensein geben.

+++ 13.5. | Recht auf Stadt Vernetzungstreffen +++
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_| Ort: Amerlinghaus Raum 3
_| Zeit:19-21 Uhr

Das monatliche Vernetzungstreffen des Recht auf Stadt Netzwerks: Alle
Stadtinteressierten sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren,
mitzuplanen oder einfach mal vorbeizuschauen, weil sie denken, dass in
Wien einiges anders laufen sollte…

+++ 18.5.| Widerstand und Resilienz im innerstädtischen Wohngebieten –
ein Städtevergleich Brüssel, Lissabon, Paris, Wien +++
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_| Ort: Hörsaal III, NIG, Universitätsstraße 7, Wien,
_| Zeit:16:45 – 18:15
_| Von: Ringvorlesung Recht auf Stadt
http://www.memfarado.org/ras-rv

+++ 21.5 | Augustin Frühstück +++
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_| Ort: Mariahilferstraße (ca. Höhe Stiftgasse), 1060 Wien,ab 10.30 Uhr *
_| Zeit: ab 10.30 Uhr
_| Von: Augustin

Das Recht auf Stadt und das Recht auf den öffentlichen Raum darf nicht nur
jenen gewährt werden, die es sich aufgrund ökonomischer oder sozialer
Privilegien leisten können. Aus diesem Grund hat sich der AUGUSTIN
entschieden, ein Teampicknick in genau diesem kommerziell umkämpften Raum
abzuhalten. Ganz im Stile der Permanent Breakfast Aktionen werden wir es
uns im öffentlichen Raum gemütlich machen. Gerne wollen wir dazu unsere
Leser_innen, Liebhaber_innen und Freund_innen einladen. Kommt mit Speis und
Trank und plaudert mit uns! Wir holen uns die konsumfreien
Gemeinschaftsräume zurück!

+++ 21.5. | Buchdiskussion: Wer geht leer aus? Plädoyer für eine andere
Leerstandspolitik +++
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_| Ort: Libreria Utopía, Preysinggasse 26-28, 1150 Wien
_| Zeit: 19 Uhr
http://www.radicalbookstore.com/

Wenn die Stadt Wien von Leerstandsnutzung spricht, meint sie kreative
Zwischennutzungen: Leerstandsnutzung als Standortmarketing und
Aufwertungsinstrument. Dieser Umgang mit Leerstand löst keine Probleme,
sondern schafft sie. An diesem Abend diskutieren die Herausgeber_innen
von „Wer geht leer aus? Plädoyer für eine andere Leerstandspolitik“,
warum Zwischennutzungen noch nicht einmal die halbe Miete sind und
welche sinnvollen Schritte beim Thema Leerstand gesetzt werden können.
Das Buch gibt Einblick in die jahrelange Beschäftigung mit Leerstand
(in Wien) und den Austausch mit Leerstands- und Stadtaktiven
verschiedener Städte Europas. Es werden neue Vorstellungen entwickelt
und diskutiert, die motivieren, eigene Fragen zu stellen und aktiv zu
werden.
Denn Leerstand eröffnet neue Denk- und Handlungsräume und kann
Einstiegspunkt für die Diskussion grundsätzlicher Fragen sein: Wie kann
Stadt ein Ort werden, der emanzipatorische Praxis und das Erlernen von
Selbstbestimmung und Selbstverwaltung ermöglicht?
Leerstand ist kein isoliertes Teilproblem, sondern berührt Fragen, die
alle angehen. Deshalb darf die Beschäftigung mit diesem Thema nicht den
Stadtplaner_innen, Architekt_innen, Politiker_innen und
Stadtforscher_innen vorbehalten sein.
weblink: wergehtleeraus.igkulturwien.net

+++ 21.5. | Burgtheater: Von Menschen und Städten+++
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_| Ort: Burgtheater/KasinoLibreria Utopía, Preysinggasse 26-28, 1150 Wien
_| Zeit: 20 Uhr
http://www.burgtheater.at/Content.Node2/home/spielplan/event_detailansicht.at.php?eventid=964250154
‹Von Menschen und Städten›
Philipp Blom im Gespräch mit Richard Sennett
In englischer Sprache
Das Leben in der Stadt ist zur beherrschenden Tatsache für uns
geworden. In dieser riesigen, unfreiwilligen Gemeinschaft findet unsere
Arbeit statt, unser persönliches Leben, unsere soziale Identität.

Während aber noch viele Nostalgie für einfachere Zeiten fühlen, in der
Identitäten stabil und Gemeinschaften stark waren, verändern sich
Städte durch Migration, Markt und Technologie mehr, als sie es seit
über einem Jahrhundert getan haben. Wie können wir in diesen neuen
Städten ein gutes Leben finden, und wie können wir darin unsere
Identität selbst gestalten? In der letzten Carte blanche dieser
Spielzeit spricht Philipp Blom mit dem Soziologen Richard Sennett über
urbanes Leben und persönliche Gestaltungsräume.

Richard Sennett, 1943 in den USA geboren. Der Soziologe lehrt an der
London School of Economics and Political Science und forscht über
Städte, Arbeit und Kultursoziologie. www.richardsennett.com

Philipp Blom, 1970 geboren, studierte in Wien und Oxford. Er lebt als
Schriftsteller und Historiker in Wien und schreibt regelmäßig für
europäische und amerikanische Zeitschriften und Zeitungen. Er wird in
der Spielzeit 2014/15 Gastgeber des Gesprächformats Carte Blanche am
Burgtheater sein. Weitere Informationen zu Philipp Blom unter
www.philipp-blom.eu

+++ 28.5. |SAMSTAG IN DER STADT, Raumnahme endet nie +++
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_| Ort: Schwendermarkt, 1150 Wien
_| Zeit: 17 Uhr
_| Von: www.samstaginderstadt.at

Elisabeth Ettmann und Werner Weber , Zeitzeugin und Zeitzeuge,
Aktivistin und Aktivist der 1975 begonnenen Besetzung des
Amerlinghauses, erzählen. Damals wie heute ist die Raumnahme ein großes
Thema. Samstag in der Stadt fordert sie gemeinsam mit der Nachbarschaft
am Schwendermarkt im 15. Bezirk ein. An einer langen Tafel am Platz
werden Geschichten ausgetauscht, gemeinsam gegessen und das Recht auf
Stadt gefeiert.

+++ 28.5.|EKH Filmveranstaltung und mehr +++
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_| Ort: Ernst Kirchweger Haus, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien
_| Zeit: 20 Uhr
_| Von: EKH

Am 28. 5. 2015 wird es auch im EKH eine Veranstaltung im Rahmen der
Kampagne „RaumFrei?! 40 Jahre – 40 Besetzungen“ des Amerlinghauses geben.
Das EKH wurde 1990 besetzt um in Wien ein Zeichen gegen den
Wohnungsmarkt, steigende Mieten, Verdrängung und Vertreibung von
Menschen zu setzen, und um selbstbestimmt, nach eigenen Vorstellungen,
zu leben. Auch wenn es
mittlerweile Verträge mit der Stadt gibt, ist es noch immer das am
längsten bestehende autonome Zentrum in Wien. Die unkommerziellen
Veranstaltungsbereiche, welche von uns HausbewohnerInnen selbst, sowie
von Menschen, die nicht hier leben, bespielt werden, prägen dieses DIY-
Grundverständnis.
(Fast) jeden Donnerstag findet das Politdiskubeisl statt, welches eine
Info- und Diskussionsveranstaltung ist.
Es gibt veganes Essen, und Austausch sowie Vernetzung finden statt.
Im Rahmen der Kampagne wird es am 28. 5. eine Filmveranstaltung geben,
in welcher das Wohnen und die damit einhergehenden
Verdrängungsmechanismen in Wien und Berlin thematisiert werden.
Außerdem wird es eine Wandzeitung geben, die neben der Hofbar
aufgestellt wird.
Es gibt kühle Drinks, Musik und veganes Essen.

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