NACHTTANZDEMO Lieber links tanzen als rechts abdriften

Datum/Zeit
31. Oktober 2019
17:00
Veranstaltungsort
Yppenplatz
Kategorien

Willkommen zur fünften Runde der Nachttanzdemo! Dies ist ein Aufruf an alle, die mit den vorherrschenden Verhältnissen nicht einverstanden sind. Mobilisiert! Partizipiert! Seid LAUT und unbequem! Kommt am 31.10.2019 zur Demo!

Gemeinsam werden wir auch dieses Jahr wieder tanzend durch die Straßen Wiens ziehen. Lasst uns lautstark feiern, gemeinsam widerständig sein, uns vernetzen und für eine solidarische Gesellschaft kämpfen.
Für eine Gesellschaft frei von Zwang zu Verwertbarkeit und Konkurrenz, frei von Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung.

Ibiza, der Amazonas und das Mittelmeer sind überall. Das sind Zuspitzungen gesellschaftlicher Zustände und keineswegs Ausnahmen. Sie sind symptomatisch für eine Welt, die auf Ausbeutung und Unterdrückung beruht. Wenn wir die Klimakatastrophe, das Sterben im Mittelmeer und weltweites Morden verhindern wollen, müssen wir unser gesellschaftliches Zusammenleben von Grund auf ändern.

NEIN!
Wir wollen keine Verhältnisse in denen nach unten getreten wird. Wir wollen den Zuständen etwas Grundlegendes entgegensetzen. Dafür brauchen wir eine zukunftsgerichtete Perspektive, jenseits der bestehenden Verhältnisse die als Fundament reaktionärer Ideologien dient. Wir sagen dem Neo-Faschismus den Kampf an. Es geht jedoch nicht nur um eine Zurückdrängung, sondern grundlegend um eine Veränderung der Verhältnisse die patriarchale, rassistische und ausbeuterische Strukturen aufrechterhalten.
Lasst uns die Dinge beim Namen nennen und für eine Gesellschaft wirken, die diese Verhältnisse überwindet!

Wir sagen Nein zu Ausreisezentren, Waffenexporten und Kooperation mit Sklavenhändler*innen. Jede Abschiebung ist menschenunwürdig und grundsätzlich abzulehnen. Wo wirtschaftliche und soziale Verhältnisse durch die neoliberale Walze zerstört werden, gibt es kein gutes Leben. Wir treten gegen Hetze und Vertreibung ein. Wir sind gegen Verbotspolitik. Nein zu Essensverboten in den Öffis, Repression gegen Bierverkäufer*innen und Kommerzialisierung von öffentlichem Raum. Wir brauchen kein Wirtschaftswachstum, dritte Flughafenpiste und Umweltzerstörung. Wir wollen noch immer keinen 12-Stunden-Arbeitstag und keine SUV´s auf unseren Straßen. Wir wollen keine Luxuswohnungen und keinen Leerstand. Wir wollen keine Streichung feministischer und sozialer Projekte.

Diese gesellschaftliche Ordnung macht Arme ärmer und Reiche reicher. Wir sprechen uns gegen eine Politik aus, die eine Spaltung der Gesellschaft vorantreibt. Wir sind gegen die Diffamierung unserer Anliegen als „Gutmenschen“ oder „Linksextreme“ – So wollen wir uns dezidiert gegen Polizeigewalt, Repression bei Hausbesetzungen und Vertreibungen aus dem öffentlichen Raum stellen.
Wir sind nicht extrem! Extrem sind die gesellschaftlichen Verhältnisse!

JA!
Eine andere Welt ist nicht nur notwendig, sondern auch möglich und nötig! Eine Welt, in der Menschen sein können, ohne Normen die uns spalten. Eine Gesellschaft, in der alle Raum bekommen – unabhängig davon ob sie dis_abled sind, welche Hautfarbe oder Geschlecht/ Gender sie haben oder woher sie kommen und welche Sprache(n) sie sprechen. Eine Welt, in der für alternative Lebensentwürfe, abseits von patriarchalen, heteronormativen Konzepten Platz ist. Eine Gesellschaft, die ein gutes Leben für alle möglich macht. Wir sind für weltweites bedingungsloses Grundeinkommen für alle, für eine Solidargemeinschaft, die ein gutes Leben für alle, unabhängig von Leistung und Geld ermöglicht. Wir wollen in einer Gesellschaft leben, welche die Dynamik der Diversität schätzt, anstatt von stagnierender Gleichheit zu fantasieren! Menschen sollen dort sein und bleiben können, wo es ihnen passt. Staaten und Nationen sind überholte Konzepte, die über Schicksale und (Un-)Möglichkeiten von Menschen bestimmen. Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle! Solange es Kriege gibt, braucht es Seebrücken und sichere Fluchtrouten für alle! Das Morden durch die EU-Außenpolitik an den Grenzen und im Mittelmeer muss ein Ende haben!

Wir entziehen uns der Fremdbestimmung und dem Anpassungsdruck an die bestehenden Verhältnisse! Für Wohnraum und Recht auf Stadt für alle! Für gesellschaftliche Verhältnisse, in denen alle Geschlechter Platz haben! Wir wollen nicht nur ein Stück vom Kuchen – wir wollen die ganze Bäckerei! Das heißt selbstorganisierte Arbeitsverhältnisse und Kontrolle der Produktionsmittel von allen für alle!

Wir feiern die Gegenkultur! Denn eine Stadt braucht dringend ein Gegenstück zum Kommerz und der Verdrängung im öffentlichen Raum. Bei uns wird nicht der Profit gefeiert, sondern die Freiheit! Das Recht darauf, sich den Raum zu nehmen, den wir brauchen!

Um eine Gesellschaft grundlegend zu verändern, braucht es natürlich mehr als eine Demo. Deshalb: Informiert euch, vernetzt euch, organisiert euch. Wir sind viele, lasst uns gemeinsam gegen den Verfall linker Strukturen arbeiten und weiterhin neue Strukturen aufbauen.
Wir gehen gemeinsam auf die Straße, um zu zeigen, dass es uns gibt! Um aufzuzeigen, was wir fordern!

Macht mit! Mit einem eigenem Soundwagen, als Einzelperson, als Gruppe, als Soundsystem, als autonomer oder spontaner Zusammenschluss. Meldet euch bei uns, wenn ihr Interesse und Motivation habt, euch – in welcher Form auch immer – zu beteiligen. Je früher, desto besser!

Die NTD steht auch heuer wieder in Verbindung mit WKR (Wild-Kreativ-Radikal ), welcher am 02.11.2019 stattfindet. Ort ist wieder die alte WU (Augasse 2-6).

Bereitet euch auf den 31.10.2019 vor und zeigen wir Wien, was noch möglich sein wird!
!!!!ZACK ZACK ZACK!!!!

Aufruf 2019


www.wkr.wien

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